Weltenbauartikel: Wirtschaft

Wirtschaft gibt es, seit Menschen miteinander handeln. Sie schweißt Städte und Länder durch finanzielle Verpflichtungen zusammen und sorgt dafür, dass immer neue Waren auf dem Markt landen und für sauer verdientes Geld in den Häusern der Menschen ankommen.
Doch was ist eigentlich Wirtschaft und wovon wird sie gesteuert?

Es gibt im Großen und Ganzen zwei Wirtschaftsformen:

  • Planwirtschaft: Vor allem im Kommunismus sehr häufig, der Staat bestimmt, was produziert wird. Die Produktionspläne des Staates sind meist vorauskalkuliert und die Produktionen meist zu festgefahren, als dass man schnell auf einen Engpass (z.B. Nahrung bei Hungersnot, hervorgerufen durch eine Überschwemmung) reagieren könnte. So etwas schadet wiederum dem Ansehen der herrschenden Riege bei der Bevölkerung.
  • Freie Marktwirtschaft: Die Produktion wird nicht von irgendjemandem vorausgeplant, sondern richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Es wird das produziert, was die Leute gerade brauchen und wofür sie gerne Geld ausgeben würden. Angebot und Nachfrage regeln auch die Preise und sorgen natürlich für Konkurrenzkampf.

Die soziale Marktwirtschaft ist eine Sonderform der Marktwirtschaft. Während bei der ersten der zügellose Kapitalismus regiert und die Preise und Löhne sich nur der Wirtschaft beugen, greift im Falle der sozialen Marktwirtschaft der Staat ein und sorgt beispielsweise für Mindestlöhne.

Abgesehen von der Wirtschaftsform im Allgemeinen könnte man sich natürlich auch überlegen, was im Land so produziert wird, welches Handwerk Tradition hat, welche Branchen völlig fehlen, was importiert und exportiert wird.
Mögliche Faktoren hierfür sind natürlich auch die natürlichen Gegebenheiten des Landes:

  • Ein Zugang zum Meer: Das Meer hat zwei tolle Eigenschaften – es ist schiffbar und darin leben Fische. Sieht man sich beispielsweise das real existierende Norwegen an, so merkt man, dass die Fischerei ein bedeutender Wirtschaftszweig ist. Oder China hingegen ist Exportweltmeister, was angesichts der unzähligen chinesischen Hafenstädte nicht verwunderlich ist.
    Große Flüsse sind ebenso schiffbar, gut für den Handel und bringen auch Fische (außerdem sind Flüsse auch gute Kriegsfronten
  • Berge: Berge sind zum einen eine leicht zu verteidigende Außengrenze, zum anderen finden sich in ihnen eventuell viele Metalle und Mineralien. Das Resultat: Bergbau, Metallindustrie, eventuell auch eine große Rüstungsindustrie, was wiederum zu einem starken Heer führen könnte.
  • Große Ebenen: Je flacher das Land und je gemäßigter das Klima, desto besser für den Ackerbau. Viel Nahrung bedeutet volle Kornspeicher und wo die Leute keinen Hunger leiden, vermehren sie sich umso schneller, was zu erhöhter Bevölkerung führt. Zwangsrekrutierung führt da auch wieder zu einem sehr zahlreichen Heer. Ein weiterer positiver Aspekt von viel Nahrung: Nachbarländer mit wenig Nahrung können in wirtschaftliche Abhängigkeit gelangen.
  • Große Wälder: Holzindustrie. Außerdem gut für den Winter, wenn Brennholz benötigt wird. Weiters sind Wälder Schlupflöcher für Banditen (siehe Robin Hood mit seinem Sherwood Forest), was dem Handel wiederum schaden könnte. Und auch bewaffnete Eskorten notwendig macht.

Das sind allerdings nur einige der Möglichkeiten für die Wirtschaft in einem Land.
Man sollte stets beachten, dass nicht produzierte Waren aus anderen Ländern stammen, was in Friedenszeiten Kaufleute reich macht und in Kriegszeiten zu Warenengpässen führen kann.

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Über fruehstuecksflocke

Tätig als Studiosus, Autor, Blogger, Leser; außerdem Zusatzqualifikationen: Zitatesammler, Schwammaufsauger von jeglicher Nichtigkeit und leidenschaftlicher Verlierer beim Schachspiel.
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