Crowdfunding für einen Todesstern

Die mächtigste Waffe des Imperiums kommt nicht zur Ruhe – erst im November stellte ein Amerikaner eine Petition an das Weiße Haus, dass zur Stärkung der Wirtschaft und der nationalen Verteidigung ein Todesstern gebaut werden solle. Wenig überraschend – die Idee wurde abgewiesen. Als Gründe wurden einerseits die Kosten angegeben, andererseits, dass die Regierung das Zerstören fremder Planeten nicht gutheiße.

Bei Centives kam man dann auch zum Schluss, dass ein Todesstern mit seinen 140 km Durchmesser wohl kein kleines Projekt wäre. Für den handlichen Planetenzerstörer aus Stahl wäre eine Masse von 1.08 x 1015 Tonnen Stahl nötig. Zwar würde der Eisengehalt von Muttererde locker für zwei Millionen Todessterne reichen, aber leider ist unsere Produktion viel zu langsam – wir bräuchten über 830.000 Jahre, um überhaupt das Material herzustellen. Bis dahin ist der Todesstern wohl technisch längst überholt und wir würden in der ganzen Galaxie zum Gespött der Leute….

Man würde nun glauben, dass die Sache damit wohl vom Tisch ist, aber weit gefehlt: Ein findiger Fan hat bereits ein Kickstarter-Projekt für einen Todesstern gestartet. Wenn die US-Regierung ihn nicht bauen will, dann baut die Bevölkerung ihn halt selbst. Um die Kosten möglichst gering zu halten, soll vor allem auf OpenSource-Soft- und Hardware gesetzt werden. Das macht auch die Wartung einfacher und gewährleistet uns auch die Verfügbarkeit der Technologien in 830.000 Jahren – nicht, dass unser handlicher Planetenzerstörer nie den Hangar verlässt, weil in ferner Zukunft die falsche Firma grad die Patentrechte besitzt…

Die Kosten für den Todesstern sind enorm, ja. Aber wenn man länger darüber nachdenkt: Würden sie nicht die uns drohende Wirtschaftskrise in 830.000 Jahren lösen? Denn mit 140 km Durchmesser benötigt der Todesstern einiges an Personal und wird auch einiges an Unterkünften bereitstellen – und wenn die Bevölkerung weiterhin so wächst, wird es eh noch früh genug eng auf diesem Planeten. Wieso also nicht ein paar Leute auslagern?

Leider ist – wie schon die Petition – das alles ein Scherz. Aber ein guter – und es bleibt abzuwarten, wie viele Leute den Todesstern wirklich unterstützen werden.  Wenn jeder seine Ersparnisse zusammenkratzt, müssten die $850.000.000.000.000.000, die benötigt werden, doch bald erreicht sein ;)

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Über fruehstuecksflocke

Tätig als Studiosus, Autor, Blogger, Leser; außerdem Zusatzqualifikationen: Zitatesammler, Schwammaufsauger von jeglicher Nichtigkeit und leidenschaftlicher Verlierer beim Schachspiel.
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3 Antworten zu Crowdfunding für einen Todesstern

  1. Julia schreibt:

    Na, immerhin 150.00 Pfund wurde schon gespendet, da ist es bis zu den 850.000.000.000.000.000 $ ja auch nicht mehr weit ;)
    Unglaublich auf was für Ideen die Menschen immer kommen!

    Und zu deinem Beitrag bzgl. Pottermore, Frühstücksflocke, so kann ich dir nur zustimmen. Meistens klingt die Ankündigung bei solchen Multimediaprojekten besser als die Ergebnisse letztendlich sind. Aber es ist doch gut, dass sich andere Firmen davon nicht abschrecken lassen, sondern weiterhin versuchen ihre „Welten“ auf multimedialem Wege zugänglich zu machen. Nur so können immerhin neue Ideen aufkommen – auch wenn sie vielleicht in bestimmten Fällen eher schlecht als recht umgesetzt werden…

    • Evanesca Feuerblut schreibt:

      Ich hab mal ausgerechnet, dass wenn nur jeder zwanzigste Deutsche ein Pfund spendet, man bereits das Erstziel erreicht hätte.
      Ironischerweise ist es also nur halb so utopisch, wie es aussieht – angesichts der Weltbevölkerung wäre es realisierbar. Die Frage ist: Falls das Geld je zusammenkommt – was tun dann die Projektstarter? Fühlen sie sich dann verpflichtet, wirklich einen Todesstern zu bauen? *g*

    • fruehstuecksflocke schreibt:

      Ich würd mich auch sofort als freiwilliges Besatzungsmitglied für den Todesstern melden – vorausgesetzt, die Macher denken daran, diesen dämlichen Wartungsschacht mit einer Klappe zu versehen ;)

      Pottermore find ich eigentlich trotz allem recht gelungen – es ist halt, wie sie auch auf der Homepage immer wieder betonen, so gedacht, dass man gleichzeitig das Buch liest und Pottermore erkundet. Ich denke, die Kombi wäre wohl wirklich spektakulär….und JK Rowlings ganze Bücher für Pottermore zu adaptieren, das würde wohl eh jeden Rahmen sprengen.
      Aber ich finde es gut, dass grad mit Harry Potter so ein prominentes Werk für den multimedialen Weg umgesetzt wird – das zieht viele nach, wie wir jetzt ja bei Bastei so schön sehen :). Ich bin gespannt, was da noch kommt – ist eine aufregende Zeit, in der wir da leben :)

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