Fallstudie: Zeitreisen IX – Die Abenteuer des Kalifen Harun al Pussah

…so der offizielle Titel von damals, besser bekannt dürfte die gute, alte Comic-Serie aber unter dem Namen „Der bitterböse Großwesir Isnogud“ sein. Wobei hier alt nicht nur sprichwörtlich zu verstehen ist: Der uns vorliegende zweite Band in deutscher Übersetzung stammt tatsächlich aus dem Jahre 1975 (wen’s interessiert: Damals konnte man tatsächlich noch einen Comicband um 4,20 DM bzw. 32 Schillinge kaufen… waren das noch Zeiten).

Aber zurück zum Thema: Auch der bitterböse Großwesir erlebt im Laufe der Abenteuer des Kalifen so manche Überraschung, dazu zählt auch eine Zeitmaschine.

Die Zeitmaschine und ihre Funktionsweise

Die Zeitmaschine besteht aus Holz und hat die praktische Form eines Schranks. Wer den Schrank öffnet und hineintritt, findet sich in der Vergangenheit wieder. Wie weit in der Vergangenheit, das lässt sich leider nicht beeinflussen: Wer in den 1960er Jahren in die Maschine steigt, landet im alten Bagdad. Wer in Bagdad in die Maschine steigt, in der Steinzeit.

Einen Weg zurück gibt es dabei nur, wenn jemand in der Ursprungszeit die Schranktür wieder öffnet. Dabei ist es egal, wo man sich gerade befindet – wird die Tür geöffnet, tritt man automatisch zu Hause wieder aus dem Schrank.

Blöd nur, wenn man vergessen hat, jemandem von der Zeitreise zu erzählen und niemanden hat, der einem die Tür aufmacht…

Vom längeren Öffnen der Tür ist übrigens abzusehen: Es könnten sich sonst Dinge aus der Vergangenheit in die Gegenwart verirren.

Die Auswirkungen der Zeitreise

…sind recht unspektakulär. Man findet sich vorübergehend in der Vergangenheit wieder und kann dort allerlei Unsinn anstellen. Aber das war’s auch schon. Wer die Tür zu lange offen stehen lässt, muss sich vielleicht auch in der Gegenwart dem Unsinn stellen, den die Vergangenheit dann anrichtet.

Fazit

Zunächst möchten wir jedem die Comic-Serie rund um Isnogud sehr ans Herz legen, strotzt sie doch vor skurrilen Einfällen und gelungenen Wortspielen.

Abgesehen davon scheinen Kleiderschränke ein sehr beliebtes Konzept als Tor zu sein. Nicht nur nach Narnia, auch durch die Zeit kann man mit ihnen reisen. Das ist nicht unplausibel – ein Kleiderschrank ist in sich geschlossen, er hat eine Tür, ergo ist er perfekt geeignet, um als Übergang in eine andere Dimension zu dienen.

Daher unsere Frage an euch: Wo gibt es noch andere Schränke, die ungeahnte Wege eröffnen?

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Über fruehstuecksflocke

Tätig als Studiosus, Autor, Blogger, Leser; außerdem Zusatzqualifikationen: Zitatesammler, Schwammaufsauger von jeglicher Nichtigkeit und leidenschaftlicher Verlierer beim Schachspiel.
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2 Antworten zu Fallstudie: Zeitreisen IX – Die Abenteuer des Kalifen Harun al Pussah

  1. Carmilla DeWinter schreibt:

    Harry Potter, das „Vanishing Cabinet“. (Wie heißt das Teil auf Deutsch?)

    Ansonsten kratze ich mich hier gerade am Kopf über diejenigen, die an der Namensfindung für Harun „die Pussy“ (?) beteiligt waren. Nicht zuletzt, weil das Arabische zwar einen Haufen Konsonanten hat, aber kein P.

  2. Pingback: Fallstudien: Zeitreise – auf “Weltenschmiede” | Treffpunkt Phantastik

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