[Gastartikel] Er, sie, xier, nin: Genderneutrale Pronomen

Carmilla deWinter bloggt auf http://carmilladewinter.com/  über das Schreiben von Queer Fantasy, über das Schreiben allgemein und über Geschlechtervorurteile. Ihr Roman „Albenbrut: Ein bindender Eid“ erschien am 15.04.2014 und kann u.a. hier bestellt werden. 

Nachdem der letzte Rückblick einen englischsprachigen Artikel zum Thema verlinkte, habe ich mich kurzerhand bereiterklärt, das Thema „Gender und geschlechtsneutrale Pronomen“ auf Deutsch für Autor*innen aufzubereiten, die davon noch nicht so viel gehört haben.

Zunächst kurz umrissen: Was ist Gender?

Das Natürlichste der Welt ist die Trennung der Menschheit in Männer und Frauen. Oder? Tatsächlich besitzt ein Großteil der Menschen einen der zwei häufigsten Geschlechtschromosomensätze: XX oder XY, und die passenden dazu äußeren Merkmale.

Gelegentlich werden Menschen mit anderen Chromosomensätzen geboren – das nennt sich dann Gonadendysgenesie – zum Beispiel mit XXY (häufigste Variante des Klinefelter-Syndroms), XXX, oder nur X.

Ist das biologische Geschlecht an den äußeren Merkmalen nicht eindeutig zu erkennen, spricht mensch von Intersexualität.

Gender ist hingegen das soziale Geschlecht. Ein Kind kommt zur Welt, wird begutachtet und dann – üblicherweise – zum Mädchen oder Jungen erklärt, und entsprechend dieser zugewiesenen Rolle erzogen. In den meisten Ländern der Nordhalbkugel und jenen, die davon beeinflusst wurden, gibt es nur zwei Kategorien, das Genderkonzept ist also binär.

Mädchen haben niedlich zu sein, Jungs tapfer. Für Mädchen, die sich gern prügeln, ist in einer binär denkenden Gesellschaft genauso wenig Platz wie für empfindsame Jungs.

Mädchen bekommen rosa Strampler, Jungs blaue. Obwohl keine Farbe an sich männlich oder weiblich ist, und diese Zuordnung vor nicht all zu langer Zeit völlig zufällig vorgenommen wurde, ist es heute in der westlichen Welt undenkbar, einem Jungen rosa Kleidung zu kaufen, und die Eltern werden sich zumeist vehement dagegen wehren. Als würde Rosa an sich einen Jungen zu einem Mädchen machen, oder ihn später schwul werden lassen.

Derlei Panik wegen einer Farbe zu verbreiten, beweist nur, wie fragil dieses Konstrukt „Gender“ ist.

Und Hand aus Herz, Jungs: Welcher von euch Hetero-Kerls kann einfach bloß lachen, wenn wer vermutet, dass ihr schwul seid? Schon mal überlegt, warum ihr so empört seid?

Eben.

Trans*-Personen

Die weitaus meisten Menschen sind cis-gender, sind also mit der bei der Geburt vorgenommen Einteilung zufrieden. Manche Menschen haben aber ein Gender, das nicht mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmt. In binär denkenden Gesellschaften kommt das für die Umwelt der Betreffenden einer größeren Katastrophe gleich, da nun, für transidente/transgender Personen, entweder umsortiert werden muss, oder, Schock, die zwei Schubladen nicht ausreichen.

In letzterem Fall werden die Betreffenden sich selbst, sofern sie begreifen, was los ist, und die entsprechenden Wörter kennen, zumeist in die Kategorie trans* einordnen. Je nach spezifischer Ausprägung gibt es dafür eine Reihe von Begriffen: agender, neutrois, bigender, genderfluide, genderqueer …

Es kann sein, dass die Betreffenden Genderdysphorie erleben – ihren Körper also als so weit entfernt von ihrem Gender empfinden, dass sich das auf ihre Psyche niederschlägt. Genderdysphorie lässt sich mit Hormonen, beziehungsweise Hormonblockern sowie einer Reihe von Operationen behandeln. (Auch wenn die medizinische Fachwelt derzeit noch darauf besteht, die Trans*-Identität an sich als eine psychische Störung zu klassifizieren.)

Personen, die sich dabei nicht als eins von zwei Geschlechtern einordnen lassen, haben derzeit meines Wissens nach noch kein Recht auf medizinische Unterstützung.

Solche Menschen freuen sich aber, wenn sie nicht ungefragt mit „er“, oder „sie“ betitelt werden. Das heißt nun für einige Schreibende, dass sie, wenn sie sich unsicher sind, welche Pronomen die Leser*innen haben, eine neutrale Möglichkeit einschließen möchten, um auf Zuschreibungen zu verzichten.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch einige grundsätzliche Verhaltensregeln im Umgang mit allen Trans*-Menschen hinweisen: Den gewählten Namen verwenden, nicht nach „echten“ Namen fragen, und das gewünschte Pronomen verwenden, egal, ob Bartstoppeln oder Brustansätze erkennbar sind. Wenn das Pronomen unklar ist: Höflich nachfragen.

Allgemein gilt: Wenn es eine Frage gibt, die ihr nicht beantworten wollen würdet, diese Frage nicht stellen.

Gender in außereuropäischen Gesellschaften

Außerhalb unseres Kulturkreises gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, weder ein Mann noch eine Frau zu sein, und trotzdem anerkannt zu werden. Der deutsche Wikipedia-Artikel taugt nicht wirklich was, Englischkönner*innen sei diese sehr ausführliche Übersicht hier empfohlen.

Hijras in Indien sind nicht einfach Kastraten oder Männer in Frauenkleidern, sondern eine eigene Kategorie. Dito die Khawaja Sara in Pakistan und ein Teil der Kathoey/“Ladyboys“ in Thailand. Daneben anreißen möchte ich Two-Spirit Personen in den nordamerikanischen Indianerstämmen, und die Bakla auf den Philippinen. Hier sind ein paar interessante Blogeinträge diesbezüglich.

Einige Beispiele mehr lassen sich finden, und nur begreifen, wenn mensch das europäische Zwei-Schubladen-Denken hinter sich lässt.

Damit sollte die Notwendigkeit von genderneutralen Pronomen im echten Leben hinreichend bewiesen sein.

Wozu genderneutrale Pronomen in der Fiktion?

Genderqueere und/oder nicht-binäre Personen in der Fiktion sind noch relativ selten, und mir in der Fantasy bislang noch nicht begegnet. Meine bereits käufliche Version hat noch weibliche Pronomen, was in Teilen dem Weltenbau, aber auch meiner eigenen Feigheit geschuldet ist.

Kulturen mit einem dritten Gender wie beispielsweise den Hijras sind mir ebenfalls noch nicht aufgefallen, könnten aber durchaus schon beschrieben worden sein. Die Autorin nimmt Hinweise gerne entgegen.

Denkbar außerdem …

… Spezies, die nur zu bestimmten Zeiten ein Geschlecht haben, wie es Ursula K. LeGuin in „The Left Hand of Darkness“ beschreibt. (Deutsch „Winterplanet“ oder „Die linke Hand der Dunkelheit“)

… Spezies, die nicht notwendigerweise einen festen Körper haben – wie beispielsweise die Dschinn, die aus einer rauchlosen Flamme geboren wurden. „Jinn“ ist zwar ein maskulines Kollektiv im Arabischen, das heißt aber nicht, dass ein einzelnes Wesen davon es sich nicht aussuchen könnte, als Mann, Frau, Tier, oder sonst was zu erscheinen.

… Oder intelligente Spezies, deren Chromosomensätze denen von Pflanzen ähneln. (Hier fällt mir nur eine englischsprachige Fanfiction für spezielle Geschmäcker aus dem Transformers-Universum ein.)

… Kulturen, die nicht darauf angewiesen sind, dass ihre Frauen möglichst viele Kinder bekommen, und von deren Männer nicht erwartet wird, das Vaterland zu verteidigen – die es sich also leisten könnten, ein Kind mit einem neutralen Pronomen zu bezeichnen, bis das Kind sich ein Gender aussucht.

… Oder eine Kultur, die aufgrund ihrer Umweltbedingungen eine bestimmte Form von Kleidung trägt, die keine Rückschlüsse auf das Geschlecht zulässt, und die daher von Menschen, deren Geschlecht unklar ist, in einem dritten, neutralen Pronomen spricht.

… Oder, wie ich es in meinem aktuellen Romanprojekt habe, eine matriarchale Kultur, die ihren Männern mehr Intelligenz und Freiräume zugesteht als den Frauen im mittelalterlichen Europa, und die daher, wenn über mehrere Personen verschiedenen Genders gesprochen wird, einen genderneutralen Plural verwendet.

Und welche neutralen Pronomen gibt es nun auf Deutsch?

Grundsätzlich ist es Fiktion, und demnach gäbe es freie Auswahl, sofern eine*r kreativ sein will. Andererseits haben sich klügere Menschen als ich sich schon Gedanken gemacht, und zwar zu Zeitpunkten, als ich mich mit dem ganzen Kram, den ich oben ausgeführt habe, noch nicht beschäftigt hatte. Die Ergebnisse werde ich kurz vorstellen.

Anna Heger hat seit 2009 diverse Vorschläge gesammelt:

Erste Version: Personalpronomen sif (sis/sim/sin), Possessiv sir, sires etc., Artikel/Relativpronomen dif (dis/dim/din)

Zweite Version: Eine Zusammenziehung von „sie“ und „er“: sier (sies/siem/sien), Possessivpronomen sieni(r/s), und Artikel/Relativpronomen dier (dies/diem/dien)

Dies ist die Version, die ich gegenwärtig für meine Jinn und die kurz angerissene Kultur verwende, weil sie sich am leichtesten erschließt. Eine Ableitung davon, die Variante mit Stern (si*er) ist bei mir im Blog zu finden, andere haben sie ohne Stern. Jede*r wie si*er mag …

Dritte Version: Xier! Als Personalpronomen wären das dann: xier (xies, xiem, xien), Possessivpronomen „xiese_“, als Relativpronomen bleibt „dier“ bestehen.

Die Sylvain-Konvention, ausgehend von einer Experimentierwerkstatt kam 2008 auf „nin“.

Personal wären das dann nin (nims_, nim, nin). Bonus bei der Sylvain-Konvention: Das „neutrale“ Gender bekommt als Bezeichnung „liminal“, um es vom Neutrum abzugrenzen, und es gibt eine neue liminale Wortendung für bestehende Worte. „Din Zauberir nahm nimsen Buch.“

Für einen spekulativen Text hat Christian Pfleger am Ende dieses Artikels eine Tabelle eines geschlechtsneutralen Sprachentwurfs gemacht. Prornomen sind hier sei (seis/seim/sei). Aufgrund des Verwechslungspotentials nicht so ideal, meiner Ansicht nach.

Die Auswahl ist also da, jetzt braucht es nur noch Texte dazu …

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Über Evanesca Feuerblut

Lektorin, Alphaleserin, Forumsadministratorin, Entdeckerin, Trilogie-in-X-Bänden-Autorin, Chara-Dichterin, Neologistin, Polyglotin... und ein Fan kurioser Worte.
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34 Antworten zu [Gastartikel] Er, sie, xier, nin: Genderneutrale Pronomen

  1. cazze schreibt:

    Warum nimmt man da eigentlich nicht einfach „Es“? Das wäre doch das einfachste.

    • Evanesca Feuerblut schreibt:

      Würde ich als sehr beleidigend empfinden, wenn ich betroffen wäre.
      „Es“ ist ja eher sächlich/neutral, es drückt nicht das aus, was mit den alternativen Pronomen gemeint ist (beides, keins von beidem aber doch irgendwie geschlechtlich, alternativ geschlechtlich etc.).
      Ein Mensch ist ja keine Sache.
      Wobei Carmilla die Expertin ist, ich habe mich bisher erst ein wenig eingelesen.

      • Carmilla DeWinter schreibt:

        Jupp. „Es“ ist meistens eine Sache, und Personen mögen in der Regel nicht gern Sachen sein. Ich habe zwar mal ein Gespräch mit wem geführt, dem das Pronomen völlig gleich war, aber sofern echte Menschen betroffen sind: Erst fragen.
        „Das Mensch“ ist ja auch eine Beleidigung, die noch aus der Zeit stammt, als die begüterten Schichten Personal im Haus hatten.

  2. Carmilla DeWinter schreibt:

    Hat dies auf Carmilla DeWinter rebloggt und kommentierte:
    Die DeWinter ist fremdgegangen – es gibt einen Gastartikel über Gender und genderneutrale Pronomen bei der Weltenschmiede.

  3. Pingback: Fremdgegangen: Gastartikel bei der Weltenschmiede | Der Torheit Herberge

  4. Carmilla DeWinter schreibt:

    Eine FB-Freundin hat mich gerade auf die Wreathu aufmerksam gemacht – ein offenbar nicht ganz kleines Fandom, von dem ich noch nichts gehört hatte. Es geht um Wesen, die hermaphroditisch sind, aber nicht im ganz klassischen Sinne: http://en.wikipedia.org/wiki/Wraeththu#Novel_series

  5. Chronojin schreibt:

    Ich kann die Thematik zwar gewissermaßen nachvollziehen, ist meiner Meinung nach aber über das Ziel hinaus geschoßen. Natürlich habe ich keinerlei Einwände dagegen, dass jemand so lebt wie er für richtig hält, aber (ja, die generell böse „alles toll-aber“ Formulierung) die Sprache dafür anzupassen halte ich für zu viel.

    In meinem Grundverständniss bezieht sich die Sprache zu aller erst nicht darauf, als was man sich sieht, sondern was man rein genetisch ist. Wenn jemand den Wunsch hat, das jeweils andere Pronom zu haben, ok, aber von Haus aus verwende ich das genetisch „richtige“. Damit ist ein Pronom dazwischen für mich kein wirkliches Thema. Denn jetzt wird es wohl wirklich kontrovers:

    Alles was dazwischen liegt erhält von mir gemäß der Natur der deutschen Sprache das männliches Pronom – Plural, Berufsbezeichnungen und ähnliches komplett mit inbegriffen. „Leser*innen“ gibt es bei mir nicht. Der Grund ist einfach: Unser Ziel sollte soweit genetisch möglich eine Gleichstellung sein, soweit stimmen wir wohl überein. Und ein ehemaliger Bekannter, der meine Meinung hier sehr geprägt hat, fragte nun sinngemäß warum wir Menschen im Zuge der Gleichstellung sprachlich in Gruppen aufteilen. Besonders bei Berufen resultiert das Ganze doch zu viel mehr Trennungen als wir vorher hatten, da jeder weiß um welches Geschlecht es sich handelt und sofort Vorurteile auspacken kann und viel kritischer auf Fehler achtet. Das die männliche Form in unserer Sprache eher die „Neutrale“ ist mag der langjährigen Trennung geschuldet sein und auch auch der Tatsache das es kürzer ist, würde in einer Gesellschaft mit Gleichstellung aber auch niemanden stören. Das Verändern der Sprache bringt uns einer solchen Gesellschaft jedenfalls nicht näher.

    Das gilt genauso für alle anderen Probleme mit Pronomen. Wir machen uns alle so viele Gedanken darüber bestimmten Gruppen nicht auf den Schlips zu treten und alles so neutral und höflich wie möglich zu gestalten, dass ändert aber rein gar nichts am Problem: Wenn wir die tatsächliche Freiheit und Gleichstellung hätten würde niemand dessen Meinung ernst zu nehmen ist auf solche Details achten. Selbst wenn wir die Sprache dafür optimieren ist die Gesellschaft aber noch längst nicht besser, die neuen Wörter könnten sogar schnell einen abwertenden Klang bekommen und damit das Gegenteil bewirken. Was Veränderung bedarf sind also stereotypische Rollenbilder und Vorurteile, aber nicht die Sprache.

    Das war zwar etwas lang, aber das ist nach dem berühmten „ich habe nichts gegen, aber“ wohl meist auch nötig. Meine Meinung sollte nun jedenfalls für diese Uhrzeit ausreichend dargelegt sein um nichts misverstanden zu werden, wie es bei solchen Themen doch allzu gern passiert.

    • ahoibrowse schreibt:

      Um es vorsichtig zu formulieren: Aus linguistischer Sicht ist das Quatsch, was du schreibst. Sprache passt sich der Gesellschaft an und ist genau wie diese im ständigen Wandel – wie jeder, der Sprachgeschichte mal angerissen hat, leicht bestätigen kann. Die Sprachkritik geht sogar davon aus, dass es auch andersherum funktioniert – siehe „Black is beautiful“ oder auch das politisch genutzte Spinning. Ganz aktuell kann man sich auch begucken, wie die technologische Entwicklung Sprache prägt und zu neuen Wortschöpfungen führt (WhatsAppen, Cloud-Computing und googlen lässt grüßen). Wieso sollten das sinnvolle soziale Entwicklungen nicht auch tun?

      @Carmilla DeWinter: Es gibt einen Roman aus den 70ern, den ich schon als Kind entdeckt habe und furchtbar faszinierend fand: L. Neil Smith – Ihrer Majestäten Kübeliere. Spielt in einem fiktiven Universum mit drei Geschlechtern.

      • Map Son schreibt:

        Andersherum geht es auch, das heisst aber nicht, dass es einige Wirrköpf*innen :) in der Hand haben, die Sprache so zu verbiegen, wie es ihnen passt.

      • Evanesca Feuerblut schreibt:

        Ich habe inzwischen in einem meiner Romane tatsächlich eine praktische Verwendung für „xier“ gefunden, so bezeichne ich eine intersexuelle Person, die rein biologisch tatsächlich Beides ist und ziehe das dann konsequent in allen Kapiteln aus der Sicht dieser Person durch.
        War zwar anstrengend as hell zu schreiben, aber irgendwie bin ich mit der Variante glücklicher, als mit dem „Okay, aussehen tut F. wie eine Frau, aber hat trotzdem sekundäre Geschlechtsmerkmale von Mann und Frau, wie bezeichne ich F. nun am Besten?“-Dilemma.
        Wenn ein Pronomen angeboten wird, sogar mehr als eins, kann man einfach eins aussuchen und anwenden.
        Und durch Anwendung landet es ja durchaus irgendwie im Sprachgebrauch, jedenfalls in meinem :)

  6. Florian Born schreibt:

    Ich muss sagen, dass mir der Artikel gut gefallen und das nicht nur wegen der ewigen Gender-Debatte, die in den letzten Monaten in Österreich vor sich hin schwelt.

    Ich muss aber gestehen, dass ich mir noch nicht wirklich Gedanken über genderneutrale Völker in Fantasy gemacht habe. Ich bin auch noch keinem von diesen begegnet… (kann sich aber auch noch ändern :D)

    • fruehstuecksflocke schreibt:

      Die Genderdebatte, die in Österreich dahinscwhelt, wäre nicht der Rede wert, wenn mann und frau in der Politik nachdenken täten, ehe sie was verordnen…
      Man hätte etwa auch „Heimat bist du großer Kinder“ texten können – das wäre sich im Versmaß perfekt ausgegangen und es hätten sich nicht halb so viele Leute darüber aufgeregt….
      Aber genug politisiert, ehe ich noch einen Shitstorm auf meinem eigenen Blog provoziere ^^

      • Florian Born schreibt:

        Haha :D das wärd weniger gut ^^

        Aber keine Sorge. Was österreichische Politik betrifft, musst du von mir nichts schlimmes erwarten ;)

  7. ratatatuff schreibt:

    Mir hat der Artikel auch gefallen. Ich kenne zwar die englischen Neo-Pronomen (Greg Egan verwendet welche in „Distress“), war mir aber nicht bewusst, dass da analoge Entwürfe für das Deutsche bestehen. „Left Hand of Darkness“ ist natürlich ein Klassiker, schön den mal wieder wo erwähnt zu hören. Ich find die Pronomen cool, bin mir aber nicht sicher, ob ich sie verwende. Für einige Untergenres der Science-Fiction wie Transhumanismus würden sie aber perfekt passen.

  8. Saku schreibt:

    Schöner Artikel, dient mir wirklich gut bei meinen Recherchen zu meiner zwittrigen Fantasy-Spezies. Vielen Dank also dafür :D Es ist doch echt schwierig, für eine so eigene Spezies richtige Bezeichnungen zu finden. Die Sylvain-Konvention ist interessant und komplex, würde sich vermutlich auf Dauer allerdings unfreiwillig komisch lesen, wenn alle Charaktere so bezeichnet werden. „Din Rittnin trat vor din Könignin und sagte nim: ‚Ihr seid meinin Herrnin.'“? Autsch.
    Zum Thema genderqueere Charaktere in Fantasy fällt mir spontan der Narr aus Robin Hobbs „Farseer“-Reihe ein. Er wird zwar mit männlichen Pronomen bezeichnet, aber es gibt ernsthafte Zweifel darum, ob er wirklich ein Mann ist – in einer anderen Reihe der gibt er sich sogar erfolgreich als Frau aus – und er ist mit Haut und Haaren Protagonist Fitz verfallen.

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  12. Locyari schreibt:

    Also,
    ich als Sprachenliebhaber, bin da gespaltener Meinung…

    Einerseits akzeptiere ich es und findes es gut, wenn sich jemand nicht mit dem zufrieden gibt, was es schon gibt, sondern seinen/ihren/… eigenen Weg geht.

    Andererseits muss ich ganz klar sagen, dass in diesem Artikel ganz grob Gender, Genus, und Sexus vermischt werden. Sexus ist hierbei das biologische Geschlecht (der Einfachheit gehe ich von männlich, weiblich, anderes aus), Gender ist das, wie man sich fühlt und Genus ist das grammatische Geschlecht.

    Wenn Gender und Sexus nicht zusammenpassen, dann kann ich es verstehen, dass man sich als Mensch in unserer Welt verändern möchte und anders bezeichnet werden möchte.
    Jedoch sollte das nicht das Genussystem betreffen. Unsere Personalpronomen beziehen sich halt auf das Genus eines jeden Objektes. Daher wird der Mensch, der Hund, der Stein und der Rolladen alle mit dem selben (er) verwendet. Da deren Genus halt maskulin ist. Wer z. B. Französisch oder Spanisch lernt/spricht, der weiß, dass dort alle Worte entweder feminin oder maskulin sind. Und das heißt nicht, dass z. B. das Neutrum als Sexus nicht existiert, es wird grammatisch halt nur nicht verwendet.

    Als Beispiele wie man’s machen kann: Quenya von J. R. R. Tolkien.

    In Quenya existiert von Natur aus kein Genus. Sollten unterschiedliche Formen gebrauch werden, gibt es halt zwei Wörter. Beispiel: „melisse/melindo“ für „Geliebte/Geliebter“. Während alle Gelehrten als ingolmo, istyar oder noldo bezeichnet werden, egal welchen Genders oder Sexus‘ sie sind. Das schlägt sich auch auf die Personalpronomen wieder: So gibt es „se“ für belebtes in der Einzahl, und „sa“ für Unbelebtes in der Einzahl. Im Plural gibt es dann Formen für unbelebte Gruppen und belebte Gruppen. Diese Pronomen richten sich halt nicht nach dem Sexus oder dem Genus.
    Andere wie das Englische: „he“, „she“, „it“ richten sich in den meisten Fällen nach dem Sexus…

    Ich verweise auch noch auf die Sprache Swahili, das kein Genus hat, sondern Nominalklassen. Und keine davon ist männlich/weiblich.

    Ich denke, sollte man eine Figur oder gar eine ganze Spezies haben, die nicht in unser Sprachsystem reinpasst, so sollte die Bezeichnung, wie auch das Pronomen aus der fiktiven/fiktionalen Sprache sein bzw. entlehnt sein. Einfach aus dem Grund, weil wir in unserer Sprache das nich für die Grammatik brauchen. Wenn wir solche Worte , wie sie oben beschrieben wurden, erfinden und benutzen, sie jedoch nur auf ein Minimum der Sprecher anzuwenden sind, dann ist das ein Schöhnheitseingriff, der nach einer bestimmten Mode geht (Tattoo, Piercing, gerade Nase,…) jedoch nichts wirklich Wichtiges, wie ich finde.
    Es soll solchen Personen in unserer Welt jedoch trotzdem freigestellt sein, zu leben wie sie wollen, ich finde aber, deshalb darf man sowas nicht generalisieren.

    (Wer anderer Meinung ist, dem zeige ich gerne die Erkenntnisse aus meinem Englischunterricht über faule Teenager ;-))

    LG Locyari

    • Carmilla DeWinter schreibt:

      Das Türkische kommt auch nur mit einem „o“ für dritte Person Singular aus.
      Abgesehen davon kann ich nicht so ganz folgen, was da aufstößt, bzw. meine ich rauszuhören, dass wir das halt immer schon so gemacht haben,was m.E nicht zieht, sonst hätte das Italienische noch einen Ablativ.
      Der Alternativvorschlag ist leider impraktikabel.
      Ja, das Deutsche kennt drei grammtische Geschlechter. Es spricht m.E. allerdings nichts dagegen, mit einem neuen/seltenen Pronomen die Realität einer anderen Sprache abzubilden, die eventuell für „Person/intelligentes Wesen undefinierten Geschlechts“ ein eigenes Pronomen oder einen eigenen Genus hat. Das Englische hat für solche Fälle wenigstens ein „they“ zur Verfügung, das Deutsche zwingt eine*n, sich zu entscheiden, was in manchen Fällen von Weltenbau äußerst lästig ist.
      Und „sier“ liest sich dann doch in der Masse und vor allem laut flüssiger als „hu“, was jetzt mein Beispiel wäre, zumal „sier“ gebeugt werden kann, was mit „hu“ nicht geht, weil das ein aus dem Arabischen entlehntes Pronomen ist. Das heißt, im Genitiv und im Objektfall hängt es im Original zumeist als Endung „-ukh“ irgendwo dran. „Fayruza gab Shawak sien Buch“ ist dann doch nachvollziehbarer als „Fayruza gab Shawak Buchukh“.
      Außerdem eröffnet die Möglichkeit solcher Pronomina manchen Menschen vielleicht einen ganz neuen Weltenbau. Und darum geht’s ja bei der Phantastik: Mit dem Weltenbau weiter zu denken, als es die Gegenwart zulässt, Alternativentwürfe und Extrapolationen anzubieten.
      Für diese Fälle, und für solche Fälle, wo es die Höflichkeit gebietet, ist mein Gastartikel gedacht.

  13. gast schreibt:

    Ich finde genderneutrale Pronomen im deutschen sehr merkwürdig und etwas unnötig.
    I’m englischen ist „They“ eine elegante Lösung und eine Form, die schon seit ewigkeiten verwendet wird. (ich verwende sie auch im Deutschen ganz gern, aber nur mit Leuten, mit denen ich mich sowieso auf Denglish unterhalte.)
    Xier hingegen stört meiner Meinung nach den Sprachfluss aus mehreren gründen.
    1. kommt x nicht sehr häfig im deutschen vor und vorallem nicht am Anfang des Wortes. desshalb fühlt sich das Wort in einem Satz „undeutsch“ an
    2. das x zieht sehr viel aufmerksamkeit auf sich. da finde ich fügen sich experimente wie „nin“ einfach besser in die Sprachmelodie ein. In einer natürlich geformten Sprache springen einen die Pronomen nicht so an, da es das verständnis erleichtert, wenn die Informationsträchtigeren Wörter klarer hervortreten.
    3. da im Deutschen Er und Sie total unterschiedlich dekliniert werden und es keine regel gibt kann man auch nicht ein wort finden, das „ähnlich“ dekliniert wird. und daher muss man eine genz neue Tabelle auswendig lernen und irgendwie habe ich da noch nie schöne lösundgen als ersatz für er-sein-ihm-ihn und sie-ihres-ihr-sie gefunden.

    nin wäre von den ersten beiden Punkten her besser, aber scheitert am 3ten kläglich.

    Nun zu dem warscheinlich polarisierenderem Thema, warum ich es etwas unnötig finde.
    In der deutschen Sprache werden die „männlichen“ Artikel und Pronomen nicht ausschließlich für Männer und die „weiblichen“ pronomen nicht ausschließlich für Frauen benutzt.
    weibliche pronomen werden auch im Plural oder der höflichen Anrede benutzt.
    „DIE Männer“ „Herr Müller, vergessen SIE IHRE Tasche nicht!“
    männliche pronomen werden auch für Wörter mit dem neutralen Artikel „das“ verwendet.
    „das Kangaroo hat ein junges in SEINEM Beutel.“ „das Mädchen trägt SEINE Haare gerne offen“
    Was mich zu dem Punkt führt: Wir haben einen Neutralen Artikel im Deutschen! warum nutzen wir ihn nicht??
    (bevor ihr mich „Es ist dinglich! Wir sind menschen, keine Dinge!“ rufend steinigt, lest bitte weiter.)
    Ich würde euch ja zustimmen, wenn wir a) alle Dinge und Gegenstände nur mit dem neutralen Artikel betitteln oder b) den neutralen Artikel nur für Dinge und Gegenstände benutzen würden, aber das tun wir nunmal nicht.
    Gegenstände werden in der deutschen Sprache in relativ gleichen Teilen mit den Artikeln der, die oder das versehen.
    der Tod, der Zug, der Schwindel,..
    die Dose, die Klammer, die Liebe,..
    das Verfahren, das Gewinnspiel, das Haus,..
    Wenn man danach geht, kann man genauso gut sagen, dass der und die „dingliche“ Artikel sind.
    Der neutrale Artikel wird auch für Personen benutzt:
    das Mädchen, das Mitglied, das Kind,..
    und ich fühle mich bei keiner dieser Bezeichnungen nicht als Mensch wargenommen.

    Ich persönlich mag es, wenn man den Artikel „das“ für mich verwendet. aber mich stören auch die und der nicht.
    wichtig ist zu respektieren, welche Artikel der Mensch/die Person/das Individuum bevorzugt.

    • gast schreibt:

      wenn man dennoch unbedingt einen Neutralen Artikel der nicht Es ist haben will, vllt kann man dafür in Dialekten etwas brauchbares finden. es gibt ja so formen wie „dat/es/et/s Anna“ ich weiß darüber leider zu wenig, aber vielleicht gibt es ja in irgendeinem Dialekt schon eine natürlich gewachsene neutrale form, die man verwenden könnte?

  14. Alu schreibt:

    Zum Thema genderneutrale Pronomen in der Literatur fällt mir die Fantasybuchreihe „Serafina“ von Rachel Hartmann ein, insbesondere der zweite Band. Dort gibt es ein Menschenvolk, die Porphyrer, deren Sprache sechs Geschlechter aufweist: natürliches und entstandenes Maskulinum, natürliches und entstandenes Feminimum sowie kosmisches und aspekthaftes Neutrum. Unbekannte werden immer mit dem kosmischen Neutrum angesprochen. Jemand gilt so lange als „nicht Bekannte*r“ bis man ihn*sie gefragt hat: „Was ist dein Pronomen?“
    Das finde ich persönlich ziemlich cool. Es ist auch eins der ganz wenigen Fantasybücher, in denen Trans* überhaupt eine Rolle spielt.

  15. Eve schreibt:

    Ich weiß nicht, die Pronomen im Deutschen sind sehr… klobig. Ich werde sie zwar notwendig, aber ich muss defintiv üben, bevor ich sie wirklich verwenden kann.
    Das ist der Hauptgrund, warum ich mein Buch auf Englisch schreibe. Das englische ‚They‘ ist so viel einfacher für mich im Moment.

    • Evanesca Feuerblut schreibt:

      Hallo Eve,
      Ich bin zwar nicht die Autorin sondern nur die Posterin des Artikels (er stammt von Carmilla, deren Blog oben verlinkt ist), aber wie immer gilt: Übung macht den Meister.
      In meinem aktuellen NaNo-Roman gibt es tatsächlich eine Person, die mit „xier“ bezeichnet wird. Und es ist anfangs frickelig, aber man fitzt sich ein.
      Und „xier“ klingt zwar mit dem „ks“ ungewohnt, folgt aber sonst den gewohnten grammatischen Regeln :).

  16. nur schreibt:

    Ich möchte hier mal auf „Die Mission“ und „Die Maschinen“ hinweisen, eine Buchreihe, die komplett im generischen Femininum übersetzt wurde und über ein genderneutrales Volk im Genre Sci-Fi schreibt.

  17. Lyn schreibt:

    Ich recherchiere auch schon seit Monaten, wie/wo/was man machen kann, um die Sprache Geschlechtsneutral zu machen, weil es a) meiner Meinung nach nicht notwendig ist, bei jeder Kleinigkeit das Geschlecht der Person zu erwähnen (z.B. „Liebe Schüler und Schülerinnen“) und b) es mehr als lediglich zwei biologische Sexe gibt (Intersex Personen können z.B. sowohl innere Vagina und äußeren Phallus haben). Bis jetzt fande ich nim von allen Pronomen am angenehmsten im Sprachklang – aber spräche denn etwas dagegen, dass man zumindest in der geschlechtlichen Sprache sans Pronomen (also nur Schüler*in, Lehrer*in, Fahrer*in) einfach die „männliche Version“ als neutrales Wort nimmt, so wie im Sprachgebrauch häufig präsent (ich bezeichne mich auch als Schüler, obwohl ich laut biologischem Geschlecht SchülerIN wäre)?

    Und – vielleicht hab ich das ja falsch verstanden – wäre es nicht einfacher, wenn man ein Pronomen für Objekte hat (momentan: es) und eins für Lebewesen (z.B. nim) statt drei (er, sie, nim)? So rein aus genderkritischen Gründen?

  18. Map Son schreibt:

    Da es ja „der Flüchtling“ heisst ist diese Bezeichnung heutzutage nicht mehr zulässig.

    „Fatimas Schwestern sind als Flüchtlinge zu uns gekommen“ geht also gar nicht.
    „Fatimas Schwestern sind als weibliche Flüchtlinge zu uns gekommen“ hilft nicht, da es ja nicht um das Erkennen des Geschlechtes geht, wofür „Schwestern“ ja reichen würde, sondern das männliche Flüchtling ist ja das diskriminierende, als ob es nur Flüchtlinge und keine Flüchtlinginnen gibt.
    Muss es also tatsächlich Flüchtling(e)/innen oder Flüchtling(e)_innen oder Flüchtling(e)*innen oder sogar Flüchtlinx heissen?
    Mit anderen Worten ist also „Fatimas Schwestern kamen als Flüchtlinginnen zu uns“ richtig?
    Das hört sich so falsch an. Kann aber auch sein, dass es sich für mein chauvinistisches frauenfeindliches Gehirn nur so falsch anhört, aber voll richtig ist.

    Da haben es die Lehramtlx leichter, dort kann man mit FuF umschiffen, analog zu SuS für Schülerinnen und Schüler !

    Hahahaha

    • Evanesca Feuerblut schreibt:

      „Flüchtling“ ist aus linguistischer/feministischer Sicht tatsächlich ein Problemwort, siehe z.B. dieser Artikel: https://www.iz3w.org/zeitschrift/ausgaben/352_refugees/fluechtlinge*
      Soweit ich im Bilde bin, wird vorgeschlagen, stattdessen von „dem Flüchtendem“/“der Flüchtenden“ zu sprechen. Das wäre beispielsweise näher am lateinischen „Fugitivus“ dran.
      Die Frage ist, ob sich das auch durchsetzt. Laut Artikel ist ja – und da stimme ich durchaus zu – die Silbe -ing bei Neologismen grundsätzlich negativ und ausschließend besetzt…
      Sehr interessant dazu auch der hier: http://www.srf.ch/news/international/fluechtlinge-oder-fluechtende-sprache-ist-politik
      Es ist kompliziert und es ist mühsam, weil man als schreibender Mensch auf einmal unfassbar bewusst mit Sprache umgehen muss. Und nicht einfach schreiben kann, wie es in die Finger fließt (oder spätestens beim Überarbeiten umschreiben und vor allem um-denken muss). Aber dafür sind Worte auch tatsächlich mächtig und können die Wirklichkeit verändern. Das ist etwas, was Schreibende sich nicht wegnehmen lassen dürfen :).

      Als ich noch Lehramt studiert habe, fand ich das Wort „SuS“ übrigens furchtbar :D. Auch wenn es Dinge vereinfacht.

      Und aus der Sicht einer Frau: Ich habe mich lange geweigert, zu gendern. Die Begründung für mich war, dass ich mich damit wohl kaum selbst diskriminieren kann. Das sehe ich inzwischen dann doch sehr anders, aber das ist ein zieeemlich langer Prozess gewesen.

      *das russische Wort ist mit „W“ falsch transkribiert, da müsste ein „B“ an den Anfang.

  19. Pingback: Trans Basics – nephnest

  20. Zesyra schreibt:

    Ich sitze gerade an einer (Kinder) Geschichte in der eine neutrois Person auftauchen wird. Ich schwanke noch zwischen sier und xier als Pronomen. Da ich die Geschichte aber auch vorlesen will beschäftigt mich vor allem eines: wie spreche ich das aus? xier als ksier? sier eher sir oder siër?
    Wie bilde ich zugehörige Substantive neutral, also zB Berufsbezeichnungen? Momentan verwende ich die feminine Form.
    Freue mich sehr deinen Artikel gefunden zu haben!

    • Zesyra schreibt:

      Nachtrag: konkret geht es um das Wort Bote/Botin als Berufsbezeichnung. Als neutrale Schriftform würde ich für gewöhnlich Bot*in verwenden. Aber das lässt sich im mündlichen kaum signalisieren, oder?

  21. Pingback: Idee: neutrale Pronomen? – Anthelias Buchreise

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