Blogparade: Unsere besten und erfolgreichsten Blogartikel

Nachdem wir die Parade bei der wunderbaren Tintenelfe gesehen haben, wollten wir auch unbedingt an der von Cloudworkers gestarteten Blogparade teilnehmen und kramten in den Tiefen unserer Artikel (wobei ich feststellte, dass ich vergessen habe, wie ich die Aufrufe pro Artikel für „immer“ nachschauen kann und es durch Trial and Error wieder herausfinden musste – und dann noch rauskriegen musste, wie ich mir die Artikel mit den meisten Kommentaren anzeigen lassen kann. Verwende ich sonst nie, dabei bin ich die, die immer auf unsere Statistiken schaut!) – um Überraschendes herauszufinden.

1. Welcher eurer Blogartikel ist der beliebteste?

Unser beliebtester Blogartikel ist überraschenderweise gar nicht von uns – es handelt sich dabei um den tollen Gastartikel von Carmilla de Winter über genderneutrale Pronomen. Eigentlich vergeht kaum ein Tag, an dem er nicht mehrmals aufgerufen wird und täglich entdecken wir, dass noch eine andere Webseite oder ein anderer Blog auf ihn verlinkt haben. Das Thema ist nun einmal nicht nur für Autoren brandaktuell, sondern auch für viele Menschen im Alltag relevant.
Der erfolgreichste Artikel aus unserer eigenen Feder ist der zu Sheldon Coopers Kontrafaktuale-Spiel. Hierbei handelt es sich um eine clevere Fingerübung für Weltenbastler, die sich vor allem mit der Frage beschäftigt „Wenn man nur ein winziges Detail an unserer Welt ändert – was kommt dabei für eine Welt heraus?“
Der am häufigsten kommentierte Artikel ist unser Tutorial zum yWriter, mit bisher insgesamt 40 Kommentaren.

2. Was denkt ihr ist aus eurer Sicht der Grund weshalb diese Artikel so erfolgreich wurden?

Bei Carmillas Gastpost verwundert es wenig – nicht nur, weil in der fantastischen Literatur zunehmend vom Konzept des binären Geschlechterdenkens Abstand genommen wird. Schon Marion Zimmer-Bradleys „Darkover“-Zyklus präsentiert hier mit den emasca-Geborenen und den Chieri, die in ihrer Geschlechteridentität frei wählen können, einen Ansatz, das „Mann-Frau“-Schema aufzubrechen. Immer mehr Autoren sehen, dass es sehr reizvoll wäre, gerade bei außerirdischen Lebensformen von den „terrestrischen“ Konzepten wegzugehen. Natürlich stellt sich hier automatisch die Frage nach dem richtigen Pronomen, um die Geschichte literarisch auch aufschreiben zu können.
Aber auch im Alltag werden genderfluide Konzepte zunehmend anerkannt und Menschen sind logischerweise auf der Suche nach dem richtigen Wort.
So finden sowohl Weltenbastler als auch andere Interessierte den Artikel informativ.
Carmilla, vielen Dank fürs Schreiben und dafür, ihn uns zur Verfügung zu stellen!

Mit den Kontrafaktualen hätten wir dagegen spontan gar nicht gerechnet – aber scheinbar suchen sehr viele Menschen im Internet danach, wie das Spiel geht. Ob aus Neugier, oder weil sie es selbst z.B. auf einer Party mal spielen wollen? Wer weiß.

Der yWriter-Artikel wird so oft kommentiert, weil unsere Leser wissen wollen, ob sich ein Download des Programms für sie lohnt oder weil sie von erfahrenen yWriter-Usern wissen wollen, ob ein Bug auch bei uns auftritt (oder ob wir wissen, wo sich ein Feature versteckt hat). Das ist normal – wenn wir etwas auf Herz und Nieren testen, dann wissen wir auch, wo was zu finden ist. Hoffentlich jedenfalls ;-). Bei manchen Fragen können wir allerdings nicht weiterhelfen. Hier müsste der Support ran.

3. Was habt ihr dadurch gelernt bzw. für die Zukunft an Erfahrung mitgenommen?

Man kann noch so viel versuchen, einen Blog für Suchmaschinen zu optimieren und mit Keywords zu füllen – am Ende kann man nie und nimmer voraussehen, welche Artikel beim Suchmaschinenbenutzer ganz vorne sind und welche Themen auf einmal brandaktuell werden können. Genauso wie man sich mit scheinbar brandaktuellen Themen völlig verrechnen kann, weil sie nicht annähernd so viele Aufrufe kriegen, wie erwartet.
Außerdem bedeuten viele Kommentare nicht unbedingt viele Klicks. Auch wenn der Artikel zum yWriter sowohl zu den meistgelesenen als auch zu den meistkommentierten Artikeln bei uns gehört, haben wir ganz viele Blogposts entdeckt, die zwar vergleichsweise oft kommentiert, aber dafür vergleichsweise selten gelesen wurden. Wie kommt das zu Stande?
Das Internet ist nun mal doch ein Mysterium, was das angeht.
Außerdem habe vor allem ich gelernt, dass ein von mir heißgeliebter Artikel nicht immer auch ein erfolgreicher Artikel ist. Aber wenn ich meine Herzartikel gegen 1.000.000 Klicks eintauschen müsste, blieben meine Lieblingsartikel drin :P.

4. Was würdet ihr auf eurem Blog / in euren Blogartikeln definitiv nicht mehr machen?

Eine sehr gute Frage :D. Ich finde die ganz alten Artikel von uns eigentlich nicht schlecht. Klar, heute würde sowohl fruehstuecksflocke als auch ich jeden davon anders schreiben, vermute ich. Man entwickelt sich weiter, lernt dazu, findet Neues heraus.
Bei meinen eigenen Artikeln fällt mir auf, dass ich inzwischen nicht mehr ganz so ernst schreibe und auch mal etwas lockerer geworden bin. Vermutlich der Einfluss des sarkastischen Blogstils des Bloggründers? Also wenn überhaupt, würde ich nicht mehr so steif und bierernst bloggen, wie bei den allerersten Artikeln, die von mir hier erschienen, als ich hinzugekommen bin.
Aber ansonsten wüsste ich jetzt nichts, was wir zwei online angestellt hätten und auf dem Blog nie mehr machen dürften.

5. Welche drei Tipps würdet ihr, jungen Bloggern mit auf den Weg geben, die ihr euch damals gewünscht hättet?

1. Ihr könnt gar nichts falsch machen, wenn ihr guten Content liefert.
2. Der Blog wächst mit seinen Aufgaben. Nicht gleich am ersten Tag alles bombastisch zu haben, ist normal!
3. Vernetzung ist das A und O. Eigenbrötlerisch vor sich hinbloggen macht auf Dauer nicht erfolgreich.

Danke für diesen tollen Anlass, ein paar Stunden durch die Archive und Statistiken zu stöbern  und dort Überraschendes zu entdecken!

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Über Evanesca Feuerblut

Lektorin, Alphaleserin, Forumsadministratorin, Entdeckerin, Trilogie-in-X-Bänden-Autorin, Chara-Dichterin, Neologistin, Polyglotin... und ein Fan kurioser Worte.
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10 Antworten zu Blogparade: Unsere besten und erfolgreichsten Blogartikel

  1. zeitzeugin schreibt:

    „3. Vernetzung ist das A und O. Eigenbrötlerisch vor sich hinbloggen macht auf Dauer nicht erfolgreich.“ Ach, es gibt einige Blogger, die, gerade mit fremdcontent, damit auch sehr erfolgreich sind.
    – aber so macht es keinen Spaß :D Daher finde ich Vernetzung auch sehr wichtig!

    • Evanesca Feuerblut schreibt:

      Fremdcontent ist aber sowieso böse. Ich meine, wozu einen Blog betreiben, wenn man dann fast nichts Eigenes reinschreibt, sondern nur Zeugs von anderen? o.O
      (Wobei ich keine solchen Blogs kenne, die von Einzelnen betrieben werden.)
      Und ja, es macht ohne Vernetzung auch keinen Spaß :).

  2. Tintenelfe schreibt:

    Hey Evanesca, du hast die Statistik für die Gesamtzeit gefunden?! Seitdem sie die Statistiken verändert haben, komme ich da neuerdings nicht mehr hin. Eine Zeit lang liefen ja noch die neue und die alte Statistik parallel. Ich musste nun mühselig alles zusammenrechnen, weil ich mir nur die Jahre anzeigen lassen konnte. Also bitte her mit dem Tipp! :-D

    Liebe Grüße
    Mona

    • Evanesca Feuerblut schreibt:

      Hey!

      Ich musste wühlen, aber ich habe es gefunden.
      Per „WP-Admin“ ins Dashboard, dann bei „Top Beiträge & Top Seiten“ auf „Zusammenfassungen“ klicken.
      Dort gibt es dann ganz normal den Reiter „Gesamte Zeit“ :). Zumindest so gehe ich immer dort rein :).

      LG,
      Evanesca

      • Tintenelfe schreibt:

        Ich hab es gefunden. Eine Zeit lang konnte man von den neuen Statistiken immer in die alten springen. Mich nervt auch das neue Board für die Beiträge. Ich hüpfe immer über wp-admin in die alte Ansicht. Blöd irgendwie. ;-)

      • Evanesca Feuerblut schreibt:

        Ich hüpfe auch in die alte Ansicht und in den klassischen Editor. Die neuen Statistiken schaue ich zwar ab- und zu an, aber eher sporadisch…

      • Tintenelfe schreibt:

        Die neue kriege ich immer automatisch, weil ich über die Grafik oben links gehe. :-)

      • Evanesca Feuerblut schreibt:

        Ich kriege mit dieser Grafik die neue Ansicht :(.

  3. Sarah Maria schreibt:

    Ich finde es auch immer wieder überraschend, welche Artikel bei mir auf einmal recht weit oben bei Google auftauchen – mitunter auch erst einige Wochen oder gar Monate nach der Veröffentlichung. Ich freue mich darüber zwar jedes Mal, habe aber auch aufgehört, mir darüber zu viele Gedanken zu machen. Die beste Suchmaschinenoptimierung bringt mir am Ende schließlich nix, wenn ich schlicht keinen Spaß mehr an meinen eigenen Texten habe. :)

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